Dr. Heinrich Prophet (CDU/UFR-Fraktion)
„BALTIC INTERNET“ als Basis für „Smile/Smart City“!?

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Anfrage Dr. Heinrich Prophet für die CDU/UFR-Fraktion
"BALTIC INTERNET" als Basis für "Smile/Smart City"!? Geplante Beratungsfolge:



Die Stadtwerke haben lange Zeit "Internet" nicht als ihr Kerngeschäft betrachtet und das Gebiet anderen überlassen. Zum Kerngeschäft der Stadtwerke gehören aber Hausanschlüsse und damit neben Strom und Wärme auch Glasfaser. Somit koordinieren die Rostocker Stadtwerke über Glasfaser mittlerweile auch die regionalen Internetaktivitäten mit. Für Rostock ist dieses Thema potenziell eines der wichtigsten der Zukunft und die Stadt kann sich auch im Hinblick auf Datensensibilität (regionale Kontrolle) und dem Anspruch, „Smart City“ zu sein, nicht erlauben, sich auf diesem Gebiet nicht federführend zu engagieren. Daher ist es wichtig zu erfahren, ob und wenn ja, wer sich mit diesem wichtigen Thema zentral und koordinativ beschäftigt. Die Stadt und ihre kommunalen Gesellschaften sollten den Betrieb der Backbones und die Koordinierung der IP-Adressbereiche und Netzwerke nicht externalisieren. Das Peering sollte nach Möglichkeit direkt in Rostock erfolgen, um selbst Knotenpunkt zwischen Skandinavien und Hamburg bzw. Berlin oder anderen Großräumen zu werden. Eine städtische Betreibergesellschaft, so etwas wie ein Lokalprovider, könnte hier eine schlagkräftige und mehrwertgenerierende regionale Marke darstellen. Erfolgreiche Vorbilder wie z.B. NetCologne (https://netcologne-unternehmen.de/) existieren bereits. Daher bitten wir den Oberbürgermeister um die Beantwortung folgender Fragen:

  • 1. Welches Unternehmen mit kommunaler Beteiligung /in kommunalem Besitz betreibt neben der Hanse- und Universitätsstadt Rostock ein eigenes Glasfasernetz?
  • 2. Wer betreibt, administriert und wartet jeweils diese Netze (interne oder externe)?
  • 3. Gibt es Bestrebungen, Interaktivitäten von Verwaltungen, Forschungseinrichtungen, städtischen (z. B. Stadtwerke, Nordwasser, WIRO, Häfen), regionalen und privaten Unternehmen, auch mit Blick auf die vom Oberbürgermeister favorisierten Konzepte „Smile City“, zu bündeln?
  • 4. Wie ist derzeit das städtische Intranet abgesichert? Werden die einzelnen Außenstellen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in einem geschlossenen Netz betrieben? Wenn ja, wer betreibt das Gateway?
  • 5. Gibt es für die städtische Sicherheitsinfrastruktur externe Sicherheitsaudits?
  • 6. Wie viele Personalstellen sind für diese IT-Sicherheitsaufgaben vorgesehen?
  • 7. Konnten alle IT-Security Personalstellen besetzt werden?


  • gez. Dr. Heinrich Prophet

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    1Anfrage 2022/AF/3125 als PDF